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5. Der Islam - die Religion
Islam - das arabische Wort bedeutet
“Ergebung” in den Willen Gottes. Vom selben Wortstamm abgeleitet ist
Muslim - “der sich Ergebende”. Das Bekenntnis zum Islam lautet:
“Es gibt keinen Gott außer Gott und Mohammed ist sein
Prophet.” “Allah” heißt nichts anderes als Gott. Das
Zeugnis schließt einen strenges Bekenntnis zum Monotheismus und der
Prophetenrolle Mohammeds ein.
5.1. Der Koran
Der Koran (-”die Lesung”) ist die
heilige Schrift des islamischen Glaubens. Er gilt als die letzte und
verbindliche Offenbarung Gottes, die der Prophet Mohammed in der Zeit zwischen
seinem 40. Lebensjahr und seinem Tod im Jahre 632 empfing. Nach muslimischer
Überzeugung ist der Koran das unmittelbare Wort Gottes, der Prophet
lediglich sein Sprachrohr. Er vervollkommnet und berichtigt damit alle
vorherigen heiligen Bücher für alle Zeiten. Das Dogma von der
Unmittelbarkeit und Unnachahmlichkeit, das sich auf Inhalt, Stil und (arabische)
Sprache gleichermaßen bezieht, leitet sich nicht zuletzt daraus ab,
daß der Prophet gemäß der Überlieferung des Lesens und
Schreibens weitgehend unkundig gewesen sein soll. Der Koran ist in 114 Kapitel
(Suren) unterschiedlichen Umfangs unterteilt, die wiederum aus einzelnen Versen
bestehen. Die Anordnung der Suren erfolgt aber nicht in der Chronologie der
Offenbarung, sondern nach deren Länge. Diese Eigenart ist auf eine erst ca.
25 Jahre später erfolgte Sammlung und Niederschrift der einzelnen
mündlichen Überlieferungen zurückzuführen.
Die Bedeutung dieses heiligen Buches für die
Muslime ist umfassend und durchdringt nahezu alle Lebensbereiche. Die Gebote des
Korans beeinflussen nicht nur das religiöse, sondern auch das
gesellschaftliche Leben in starkem Maße. So sind die juristischen Verse
des Korans die wichtigste Quelle des islamischen Rechtes - der Scharia. Dennoch
sind keineswegs alle heutzutage von Islamisten geforderten Vorschriften
eindeutig aus der Überlieferung herauszulesen. Diese
Deutungsbedürftigkeit der Korantexte ließ es schon früh zu einer
großen Bandbreite verschiedener Korandeutungen und - auslegungen kommen
und selbst heute sind verschiedene Vorschriften des Korans nicht eindeutig
ausgelegt wie z.B. das generelle Verschleierungsgebot für
Frauen.
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